10. Juli
Als ich Fahrschule gemacht hab, kam von meinem Fahrlehrer immer der Spruch “Hier ist 50, nicht 48!” Damit wollte er mir vor Allem das Gefühl für das Gaspedal vermitteln und mir klar machen, dass man, sofern möglich, auch so schnell fahren sollte, wie erlaubt ist. Denn ansonsten kann man auch zu einer Verkehrsbehinderung werden.
Heute hatte ich gleich zwei Mal einen Fahrschulwagen vor mir. 30-Zone: 20 km/h, nur bei den rechts vor links-Einmündungen wurde in BEIDEN Fällen die Bremse nicht mal angetickt (sehr unübersichtliche Einmündungen), geschweige denn, ein wenig vom Gas gegangen und nach dem Ortsausgang wurde an den 70-Schildern mit entspannten 50 km/h vorbei gezockelt.
Ich habe Verständnis für Fahranfänger, die noch unsicher sind. War ich selber auch. Ich seh den Hasen da eher woanders im Pfeffer, denn das waren nicht die ersten Fahrschulwagen, bei denen mich das aufgeregt hat. Interessanterweise sind es nur zwei Fahrschulen hier, bei denen mir das immer wieder auffällt.
Liebe Fahrlehrer (die heute in den Autos vor mir saßen wie ein Schluck Wasser in der Kurve), auch als Anfängerin hat mir der Frank H. gesagt, dass ich das Gaspedal nicht vergessen soll. Und vor allem sollte ich mich an unübersichtliche rechts vor links-Einmündungen vorsichtig herantasten und nicht einfach dran vorbei rauschen.
So wird dat doch nix!

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am 11. Juli 2008 um 08:38 Uhr
Ja, ganz schön. Das verstehe ich auch nicht. Man sollte die Fahrschüler doch mal auf das “wahre Autoleben” vorbereiten, um sie für den Straßenverkehr zu wappnen. Dazu gehört sicher auch, dass sie lernen aufs Gaspedal zu treten, wenn es nötig ist.
Sonst werden sie irgendwann zu “ich bremse vor Blitzen in 70-Zonen auf 40 runter”-Fahrern. Oder drücken nach dem Erhalt des Flappens so aufs Gaspedal, dass sie aus der Kurve fliegen (oder in 30-Zonen die Vorfahrt missachten und einen Unfall mit einem Fahrradfahrer bauen).
Wir mussten damals in der Fahrschule mal richtig Gas geben auf der Autobahn. Unter Fahrlehrerkontrolle sozusagen die “Spitze” der Geschwindigkeit fühlen. Und anschließend ging es auf ein Übungsgelände auf dem wir Vollbremsungen ausführen mussten. Um das andere Extrem zu lernen. War schon sinnvoll. Irgendwie.
am 11. Juli 2008 um 09:03 Uhr
Ich sehe das genauso! Und auch mein Fahrlehrer damals meinte immer, ich solle auch so fahren, wie erlaubt ist und nicht bei erlaubten 50 km/h mit 30 km/h durch die Gegend zockeln. Man muss ja auch mal ein Gefühl fürs Auto bekommen, finde ich.
So habe ich meinen Fahrlehrer gebeten, bei der Autobahnfahrt mal auf einem Abschnitt fahren zu dürfen, wo mehr als 130 km/h erlaubt sind. Und glaub mir, ich habe den Golf ordentlich getreten
am 11. Juli 2008 um 09:36 Uhr
Was soll ich dazu noch sagen? Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen. Vor allem habe ich da dieselben Erfahrungen wie Wortteufel: Auf der Autobahn wurde ich regelrecht dazu genötigt, dem Bock auch die letzten PS zu entlocken. Wie sonst soll man je ein Gefühl für Geschwindigkeit und Fliehkräfte bekommen? Die Autofahrer, die bei eben solchen “Luschi”-Fahrschulen ihren Lappen gemacht haben, sind dann diejenigen, die später vom Baum gekratzt werden müssen, weil sie irgendwann ihre “Walter Röhrl”-Ader entdecken, ohne das Auto wirklich zu beherrschen!
am 11. Juli 2008 um 10:00 Uhr
Stimmt absolut! Bei meiner ersten Autobahnfahrt kam auch gleich von rechts “So, nun sind wir auf der Autobahn, hier ist aktuell grad kein Tempolimit, was sagt uns das? Genau, Gas geben!”
Ich kenne echt genug Leute, die NIE allein auf die Bahn fahren würden, weil sie Angst haben! Und genauso wie die “es ist kalt, es könnte ganz eventuell glatt sein, ich fahr nicht”-Redner. Echt Mist sowas. Ich hab im dicksten Winter Führerschein gemacht und bin meinem Fahrlehrer heut noch dankbar für die eine oder andere Schnee-Fahr-Übung.
am 11. Juli 2008 um 12:02 Uhr
Haha, ich habe auch im Winter den Führerschein gemacht und einmal sogar ne 180°-Wendung auf schneebedecktem Kopfsteinpflaster hingelegt
Ich sag mich schon als professionelle Stuntfrau