www.

Manchmal denke ich, man hätte sich den Tag aufschreiben sollen, an dem man zum ersten Mal zu Hause online gegangen ist. „Damals“ noch mit einem klickernden 56k Modem (meins war froschgrün mit einem transparenten Gehäuse) und dem byCall-Tarif. Da konnte ja keiner ahnen, was daraus noch werden würde.

Das erste Mal in einem Chat angemeldet (Kennt jemand noch „gimix“, den alten Chat von GMX? Kommt mir vor, als wär das 100 Jahre her…), die einzige große Ehekrise wegen des blöden Chattens gemeistert (und gestärkt gemeinsam raus gekommen), das erste Mal einem Fanclub beigetreten (eine der besten Entscheidungen meines Lebens), das erste Mal begonnen, ein eigenes Blog zu schreiben.

Foren, facebook, twitter, alles kam irgendwann, irgendwie dazu. Und es macht Spaß. Ich bin gerne im Netz unterwegs. Ich informiere mich gern, bin gern „auf dem Laufenden“, ich lese gern Blogs, tausche mich gern aus. Wobei ich allerdings auch immer versuche, einen Informations-„Overload“ zu vermeiden. Gerade bei der hinter mir liegenden Schwangerschaft beispielsweise. Da hab ich einen Newsletter abonniert, mit dem ich auch jetzt noch sehr zufrieden bin und gut. Zu viel verwirrt mich persönlich da mehr, als dass es mir weiter hilft. Aber es ist trotzdem ungemein praktisch, eine Frage mal eben zu ergoogeln, bevor man Mann und Maus verrückt macht.

Das für mich Beste am Internet sind aber die Menschen, die ich dadurch kennen lernen durfte. Die Herzensfreundin, die guten Freunde, die einen unglaublich überraschen, Menschen, die ich nicht mehr missen möchte. Menschen, an deren Leben man teilnimmt, mit denen man sich austauscht und andere Sichtweisen erlebt. Es geht, es funktioniert.

Das Internet ist sicher nicht immer rosa-Wölkchen-fein, aber mit der nötigen Vorsicht und ein bisschen Mut bereichert es einen.

Das große böse Internet. Oder ist es doch gut? Wer weiß das schon, es ist doch wie immer im Leben, es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

(Das geht mir irgendwie seit Tagen durch den Kopf und musste jetzt mal raus.)

2 Gedanken zu „www.

  1. Schön gesagt.
    Und so treffend; da kann ich unterschreiben.

    Viele reden immer von der „virtuellen welt“ und der „realen Welt. Ich finde das stimmt so nicht.
    Das Internet ist doch keine eigene Welt. Hinter jedem Monitor sitzt ein Mensch wie Du und ich.
    Und das Internet ist einzig und allein ein Kommunikationsmittel.

    Und ich liebe es und möchte es nicht mehr missen.

    Bei mir sinds etwa 10 Jahre in denen ich online bin.

  2. komm ma her! näher… Drück dich!!!!!!
    Zwischen dem einen oder anderen liegen soviele Kilometer, aber manchmal macht das Netz einige davon wett, weil man eben durchs wäwäwä soviel wunderbare Menschen kennengelernt hat. Manche entpuppen sich zwar ab und an als naja, du weißt schon…, aber was solls. Sowas hak ich erfolgreich ab. Vielleicht ist das blöd, das zu sagen, aber ein Leben ohne Internet wär für mich gar nicht mehr denkbar, allein schon wegen der Kontakte…
    Und sehr bemerkenswert finde ich immer wieder aufs Neue, was manch einer so computertechnisch auf die Beine stellen kann.

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