Blickwinkel 11.

Die ersten Blickwinkel in diesem Jahr. Merkt man gar nicht, dass ich nicht mehr so viel blogge. *hust* Nun ja.

Turbulente Wochen mit schönen und unschönen Erkenntnissen liegen hinter uns, aber nach vorne gucken ist die Devise. Und das klappt verdammt gut.

Kennenlernnachmittage im Kindergarten und die Eingewöhnungszeit wirft ihre Schatten voraus. So, wie ich das jetzt sehe, wird das eher eine Eingewöhnung für Mama als für den Doozer. ❤

Urlaub in Sicht. Schön. Sehr schön.

Ach ja, der Zaun steht auch. Leider war noch nicht viel Möglichkeit, die neugewonnene Freiheit zu nutzen (klingt jetzt auch eher komisch im Zusammenhang mit einem aufgestellten Zaun, merke ich gerade) aber kommt Zeit, kommt besseres Wetter.

Dankbarkeit. Vorherrschend gerade hier im Moment. Ein gutes Gefühl.

Blickwinkel 7.

Urlaubsreif. Also ich jetzt nicht im Sinne von „ich kann die Arbeit nicht mehr sehen“, ganz im Gegenteil. Nein, die Ostsee-Sehnsucht ist einfach grad nur ganz groß. Und der Gatte wollte gestern auch einfach ins Auto und los. Und der ist RICHTIG urlaubsreif. Nun ja. Noch ein bisschen durchhalten, dann hat er drei Wochen, mal schauen, dass wir dann ein bisschen die Sehnsucht stillen. 🙂

Unser kleiner Doozer macht hier gerade einen großen Schritt nach dem Nächsten. Also noch nicht wirklich, eher bildlich gesprochen. Er stellt grad immer wieder aus dem Vierfüßler-Stand die Füßchen auf den Boden, zieht sich an allem hoch und scheint offensichtlich beschlossen zu haben, dass man diese Krabbelei auch einfach auslassen könnte. Heute Mittag haben wir den zweiten Versuch mit etwas „gröberem“ Brei gestartet und das klappt nun auch ohne Ausspucken und entsetztem Blick, was ich dem armen Kind da unterjubeln will. Und mein heutiges Highlight ist der erste Mittagsschlaf in seinem Bettchen, jetzt grad schon seit 1,5 Stunden. Hingelegt, „träum schön“, eingeratzt. ♥ (Allein in seinem Bett einschlafen klappt schon seit einiger Zeit, aber mittags bisher nur, wenn Papa in Sichtweite auch geschlafen hat. Aber der muss ja auch mal wieder arbeiten.)

Mein Nach-Schwangerschafts-Gewicht hat sich offensichtlich eingependelt. Und mit den 22kg weniger als vor der Schwangerschaft kann ich SEHR gut leben. Das war eines der Dinge, an die ich niemals vorher geglaubt hätte. Einfach so. Glück gehabt.

Hier stehen mal wieder Entscheidungen ins Haus, die sich unter anderem positiv auf mein zweites Jahr Elternzeit auswirken sollen. (Den einen oder anderen gedrückten Daumen könnten wir da gebrauchen!)

Jetzt werd ich mich mal nach oben schleichen und gucken. (Mütter sind wohl so.)

Das große Willkommensschild, wenn wir Richtung Dörfchen abbiegen – das Gefühl, das ein bisschen wie nach Hause kommen ist – der herzliche Empfang durch liebenswerte Ferienhäuschenvermieter (ich höre Stimmen, die jetzt sagen „das sind ja auch Hessen“ 🙂 ) – ein urgemütliches kleines Holzhäuschen – ein erster Spaziergang am Strand in der Dämmerung – die Morgensonne, die mich auf dem Waldspaziergang begleitet – ein strahlend schöner Tag mit blauem Himmel, Sonne und herrlicher Luft – die Ostsee, wie immer wunderschön – Ruhe, einfach nur Ruhe.

♥-Momente

Neulich im Ostseedörfchen.

Samstagnachmittag an der Bäckerstheke. Hildchen (angestellt in der örtlichen Touristinfo) und Annedore (selbstständige Feriendomizilvermittlerin) warten artig in der Schlange, um sich ein Stückchen vom Plattenkuchen für den Nachmittagskaffee zu sichern.

Hildchen: Ach, tach Annedore, na wie isses bei dir?
Annedore: Och du, gut soweit. Ein bisschen Weihnachtsundjahreswechselstress, aber ok. Und bei euch?
H.: Hör mir auf. Sie haben sich wieder gemeldet.
A.: Näää. Die G.s aus M.??? Bei euch auch???
H.: War ja klar, dass du auch wieder behelligt wirst.
A.: Also nett schreiben die ja immer, aber dieses Jahr is dat echt wieder ne schwere Geburt mit denen.
H.: Jau, sie wollen ja dieses Mal zu viert kommen.
A.: Ach, du weißt es noch gar nicht? Das klappt wohl leider nicht, kommen wieder zu zweit mit Hund.
H.: Ach schade, nee, hat sie mir noch nicht geschrieben, na dann hab ich Montag bestimmt ne E-Mail.
A.: Ich hab jetzt noch mal zwei Wohnungen vorgeschlagen. Aber ich hör sie schon. „Die ist so schön, aber die hat keinen Backofen…“
H.: „… und das Sofa, das hat ja nur Holzlehnen, das ist ja unbequem…“
A.: „… und eigentlich isse ja auch zu klein…“ Genau, genau.
Bäckersfrau: Aaaaach die! Die fahren ja immer gleich hier her, noch BEVOR die in die Ferienwohnung fahren und dann springt der Mann hier rein und bestellt gleich die Brötchen vor für den ganzen Zeitraum. Und dann holt er die immer mit dem Hund ab. Jeden Morgen. Und freut sich immer wie Bolle, wenn er an der Schlange vorbei läuft und seine Brötchen aus dem großen Korb nehmen kann.
A.: Ach, das ist ja auch süß. Und der Hund. Is ja ne ganz Hübsche. Aber auch schon älter, oder?
H.: Ja, die ist immer dabei, mittlerweile schreibt die Frau auch von der „Hundeoma“. Irgendwie sindse ja schon nett.
A. (nickt): Jaa, sach ich ja, nett sindse.
H.: Na, mal gucken, wo wir sie Silvester unterbringen.
A.: Ich bin gespannt, sachste mir Bescheid, wenn ihr was findet?
H.: Ach klar, du mir auch?
A.: Na logisch, na, dann gucken wir mal. Is ja auch ne Herausforderung. Irgendwie.
H.: Genau. Macht ja auch Spaß. Irgendwie. (zur Bäckersfrau) Was macht das?
Bäckersfrau: Ach lasst man, Mädels, ich geb einen aus. Aber nur wenn ihr mir sagt, wann sie kommen, dann reservier ich schon mal die Brötchenbestellung. Dann freut der Mann sich bestimmt.

Meldung.

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir. 🙂 Nachdem eine Halsentzündung mich kurzzeitig außer Gefecht gesetzt hat (war klar, natürlich in der letzen Urlaubswoche), gilt es nun, das letzte Urlaubswochenende zu geniessen. Und das fängt spätestens morgen Mittag an. Denn dann wird der Hof fertig sein. 😀 (Wobei es schon ein Genuss ist, die ersten Steine bereits liegen zu sehen.)

Ansonsten ging der Urlaub am Schluß leider nicht mehr so schön langsam rum, wie am Anfang, aber das ist ja meistens so. Bis auf das, was ich den letzten Tagen machen wollte (mein Büro hier zu Hause…), haben wir alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben nette und interessante Menschen kennen gelernt, viel gelesen, gegrillt, entspannt und natürlich ein bisschen was getan, um unser Häuschen bzw. das Drumherum zu verschönern. Das Wetter war herrlich und nun kündigt sich so langsam der Herbst an, worauf ich mich sehr freue.

Also, bis demnächst, ich geniesse dann mal noch ein bisschen. 🙂

(Urlaubs-) Schnipsel.

  • Wir können irgendwie nicht mehr ausschlafen. Wir werden alt. (Ich schieb es aber lieber mal auf die Sonne, die morgens schon volles Programm auf das Dachfenster brutzelt.)
  • Sonst hab ich mich immer über Ostsee-Fleece-Pullover-Schnäppchen gefreut, in diesem Jahr ist es das Rechteckpflaster-in-rotbraun-Schnäppchen. Auch schön. (Nächstes Mal aber wieder Fleece.)
  • Eine halbe Urlaubswoche ist rum und sie verging richtig schön langsam. Kann so bleiben.
  • Endlich kann man sich die neue Single von Creed anhören. Macht Lust auf mehr.
  • Morgen Weiberabend zu dritt (jaaaa, Popschdars geht wieder los…) und Samstag Weiberabend zu fünft. Das wird fein!
  • So, jetzt der ultimative Mittwochs-Serienabend. Als Abschluß die letzten beiden Folgen von ER. Hach.

Endspurt.

Noch ein einziger Arbeitstag (der Angetraute hat noch 1,5). Dann haben wir Urlaub. Drei ganze Wochen. Ach, was freu ich mich. Dieses Jahr sind wir erst sehr spät dran, was die Urlaubsreife maßgeblich beeinflusst hat.

Wegfahren werden wir dieses Jahr nicht, das Geld für den Urlaub kommt Haus und Hof zu gute. 🙂

Nee, wat freu ich mich! 😀

(Heute übrigens Stunde 2. Fünfzig Minuten auf dem Rücken liegen kann verdammt anstrengend sein. (Wer jetzt schon wieder einen anderen Gedanken als Pilates im Kopf hatte, geht mal in die Ecke zum Schämen. Warum nur weiß ich , wer jetzt schon da steht? 😆 ) War wieder sehr interessant, ich nehme da wirklich viel mit an neuen Erkenntnissen. 😉 )

Vor einem Jahr.

Das nette kleine Plugin, das anzeigt, was ich vor einem Jahr hier so geschrieben hab, hat mich heute ganz wehmütig werden lassen. Hach ja. Unser heißgeliebtes Hohwacht. Dieses Jahr leider nicht im Sommer, weil wir da den Hof pflastern. Aber wir haben gestern ernsthaft wieder über Silvester an der Ostsee nachgedacht.

Bis dahin träum ich mal ein bisschen weiter vom Meeresrauschen. Und da mein Papa mir heute mal wieder einen Link zu ganz fantastischer Musik geschickt hat, träumt es sich grad noch schöner (inklusive Gänsehaut und Kindheitserinnerungen).