Huch.

Als ich eben so auf meiner Festplatte in den Bildern stöberte, stieß ich zufällig auf einen Ordner vom 22.11.2008 mit Bildern wie dieses:

Öhm, nee, brauch ich jetzt ehrlich gesagt noch nicht.

Ich weiß, der Schnee wird kommen, darf er ja auch gerne. Aber bitte mit freien Straßen ohne Verkehrschaos. Ein kleiner Wunsch von mir für den kommenden Winter, da stehen nämlich, incl. Weihnachten natürlich, ein paar wichtige Termine an.

Too much information.

Heute Morgen klingelte es und es standen zwei junge Männer in Rettungsdienstkleidung vor meiner Tür. Nein, nicht, um mich mitzunehmen. Man hatte ja schon davon gelesen, dass die eine oder andere Einrichtung die Methode der Mitgliederwerbung an der Haustür durchführt, auch wenn das durchaus schon negative Schlagzeilen gegeben hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Hier also nun zwei Herren, von denen einer geflissentlich seinen auswendig gelernten Text runterrasselte und der anderen leicht dämlich grinsend daneben stand. Ich blockte wie immer schnell ab (das Argument, dass ich armes unterdrücktes Mäuschen ja niemals so etwas ohne meinen Gebieter Mann entscheiden könnte, zieht immer) und das Gespräch war zu Ende.

Mit Blick auf die unübersehbare Murmel, die ich vor mir her trage, wünschte der Redende mir noch alles Gute und dann ergab sich folgender Dialog:

Ich: „Ja, vielen Dank, schönen Tag noch.“
Er: „Also ich bin ja seit heute morgen…“
Ich (denkend): „… ja, klar, wahrscheinlich auch Vater geworden, wie platt ist das denn jetzt bitte?!?!?“
Er: „… auch wieder Single.“
Ich: ??? ❓
Der Kollege neben ihm (augenverdrehend und das dämliche Grinsen gefriert): ???
Er (mit Tränen in den Augen und einem hochroten Kopf – ja, ernsthaft!): „Und das beste ist ja, nur weil ein sogenannter Freund voll Scheiße über mich erzählt hat! Sie müssen nämlich wissen, dass wir…“
Ich (beschliesse, dass ich das nicht mehr wissen muss und falle ihm besser mal ins Wort): „Äh.. ja. Nun ja. Äh… ja, is immer blöd sowas. Ja, also dann… äh… tschüß.“

Und das noch vorm Frühstück… ➡

Was so ist und war.

  • Am Samstag tatsächlich ins 3. Advent-Getümmel gewagt. Und es war gar nicht schlimm. Echt nicht. Wir sind ganz entspannt durch die Stadt und über den Weihnachtsmarkt gebummelt.
  • Ich sollte dann auch endlich mal meine Weihnachtspost erledigen. Morgen dann.
  • Heute Mittag habe ich in der Pause einen kleinen Mittagsschlaf gemacht und als ich wieder aufwachte, saß da ein kleines Männchen vor mir auf dem Sofa und verpasste mir einen Schlag mit dem Schwindel-Kopfschmerz-Kreislauf-Hammer. In solchen Momenten bin ich sehr froh, dass ich da arbeite, wo ich arbeite. Und vor allem bin ich froh über so liebe Kollegen (danke Daniela! ❗ ). Also abgemeldet, wieder ab aufs Sofa und geschlafen, bis der Gatte nach Hause kam. Jetzt geht´s zum Glück wieder. Sowas hab ich auch noch nie gehabt.
  • Und jetzt geh ich mal meinen Wunschzettel beim Buch- und Dingens-Versand aktualisieren, ich habe vernommen, da hat einer ein Ideen-Problem. 😉
  • Schnee in Ostwestfalen? Nö. Angeblich morgen Nachmittag. Na, ich bin gespannt.

Berichterstattung.

Was war das für ein geniales Wochenende! 😀

Aber von vorn. Nachdem wir den Schreck von Frau Bollenhuts Unfall wieder einigermaßen verdaut hatten, sind wir dann am Samstag erstmal zur Clubshow aufgebrochen. Wie immer war es sehr interessant und lustig. Die zwei Stunden, die wir dort bleiben konnten, gingen viel zu schnell vorbei.

Um kurz nach 13 Uhr haben wir uns dann auf den Weg in die Kleinstadt vor den Toren des Dorfes der Frau Landgeflüster gemacht. Wir kamen gut voran, bis… ja, bis wir dann, so glaube ich, in eine Art Raum-Zeit-Kontinuum gelangten. Alles fing damit an, dass wir artig auf einer Bundesstraße fuhren und plötzlich unsere Navigationsdame „Liesbeth“ mit den Worten „Neuberechnung in Gang“ unsere Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Laut Bildschirm fuhren wir gerade mitten durch die Wildnis ohne Straßen, Wege oder ähnliche Anzeichen der mobilen Zivilisation. Nun gut, auf einer Bundesstraße, an der wir Schilder gesehen hatten, die zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg sind, konnten wir ja nicht viel falsch machen und fuhren weiter. Liesbeth allerdings wurde immer verzweifelter und zeigte zwischenzeitlich die einfache Meldung „Geradeaus auf Straße“ an, um uns klar zu machen, dass wir wenigstens mal wieder befestigten Boden unter die Räder bekommen sollten. Irgendwann fand sie dann allerdings auch die gesuchte Bundesstraße wieder und war wieder ruhig. Sehr schön war das Bild des kleinen Autos inmitten sandfarbener Leere auf dem Bildschirm.  Spooky. Dass wir uns auf einer neu gebauten Strecke der Bundesstraße befanden und ein Kartenupdate langsam mal angebracht ist, haben wir natürlich gleich gemerkt. Wäre aber nicht so lustig zu erzählen gewesen.

Es ging aber noch viel gruseliger weiter. In der nächsten Stadt angekommen, entdeckten wir ein Schild: „Kleinstadt (s.o.) 52 km“. Wir folgten dem Schild und das nächste lautete „Kleinstadt 53 km“. Hä? Nun ja, kann passieren, man kann sich ja mal verrechnen. Wir folgten auch diesem Schild und an der nächsten Kreuzung (nach weiteren 3 km Wegstrecke) stand dann wieder ein Schild „Kleinstadt 53 km“. Äääääh, ja. Tollkühn folgten wir auch diesem Schild und sicherheitshalber schaute ich mal auf den Tageskilometerzähler des Autos. Und dann kam es. Auf dem nächsten Schild stand dann „Kleinstadt 32 km“. Das würde logischerweise bedeuten, wir wären 21 km gefahren. Sind wir aber nicht. Es waren nur 14 km…  Liebe Autofahrer, die Ihr gestern in der Lüneburger Heide zwei Mädels in einem blauen Kombi gesehen habt, die hektisch suchend durch die Gegend blickten, keine Sorge! Das waren wir, auf der Suche nach schwarzen Löchen in denen Straßen verschwinden und Wegstrecken einfach verschluckt werden. Wir sind aber mittlerweile wieder heile da, wo wir hin wollten.

Irgendwann dann in der Kleinstadt gelandet, haben wir erstmal Tinschn am Bahnhof eingesammelt und sind dann zur Frau Landgeflüster gefahren. Und das war für mich, als würde ich an einen Ort fahren, den ich schon viele Male besucht habe. Man kennt das wunderschöne Heim der Frau Landgeflüster und ihrem Michelmann von Bildern und den Geschichten aus dem Leben in diesem Haus und man ist neugierig, ob alles auch wirklich so gemütlich und anheimelnd ist, wie man es sich vorstellt. Da ist das Kaminzimmer und die Leseecke, das Stallgebäude und der Garten und ja, es ist genau so, wie man es sich vorstellt. Nee. Schöner.

Nach einem Begrüßungs- und Beruhigungssekt bekamen wir eine kleine Führung durch das Haus und haben dann noch ein bisschen zusammen gesessen und gequatscht als gäb´s kein Morgen mehr.

Nach kurzer Restauration sind wir dann in die Kleinstadt gefahren, haben dort sehr lecker gegessen und sind dann weiter zu einer alten Fabrikhalle gefahren, in der wir die nächsten Stunden verbringen wollten.

Was dann folgte, war so grandios, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Laith und seine Band incl. zwei Gastmusikern haben ein fantastisches, feines Konzert hingelegt, welches für mich persönlich ganz oben steht bei meinen bisherigen Konzerterlebnissen mit dem Herrn Al-Deen und seinen Mannen. Die ganze Truppe hatte Spaß zusammen, alle waren gut drauf und dieser Funke sprang schnell auf das Publikum über. Das passte einfach. (Auch mit Sitzplatz. Wir haben das genossen. Man wird ja nich jünger.) Nach dem Konzert haben wir noch ein bisschen gelästert was getrunken und nachdem ich mir die tiefere Bedeutung eines Bartkonzeptes (bis gestern wusste ich nicht mal, das es sowas gibt) vom Erfinder des selbigen habe erläutern lassen, sind wir dann wieder ins Landgeflüstersche Heim gefahren, wo wir schon vom Michelmann erwartet wurden, und haben den Abend gemütlich bis in den Morgen ausklingen lassen.

Heute gab es dann ein leckeres, großes Frühstück  und danach machten wir uns wieder auf den Weg durch schwarze Löcher nach Hause.

Liebe Frau Bollenhut, es war mir wie immer ein Fest, mit Dir unterwegs zu sein. Und danke für den Lachanfall zum Abschluss, lange habe ich nicht mehr solche Tränen gelacht. 😆 ♥

Liebes Tinschn, wieder stelle ich fest, dass wir uns viel zu selten sehen, das sollten wir wirklich ändern! So wunderbare Gespräche… War sehr fein mit Dir! ♥

Liebe Frau Landgeflüster (und lieber Michelmann), wenn man im Internet liest, was jemand über sein Leben schreibt, dann bekommt man ein Bild von diesem Menschen. Wenn dieses Bild bei einem persönlichen Treffen bestätigt wird, ist das schön. Wenn es übertroffen wird, ist das wunderbar. Danke für Eure Gastfreundschaft und die schöne Zeit bei und mit Euch! ♥

Abgezählt.

Letztens wunderte ich mich schon, dass mein Besucherzähler irgendwie nicht mehr richtig sein konnte. Er zählte schön die täglichen und die aktuellen Besucher, aber die Summe konnte irgendwie nicht stimmen. Jetzt wollte ich es gestern mal genauer wissen und hab nicht schlecht gestaunt, als ich in meine Blogstats geguckt hab. Da hatte der „Fremd“-Zähler geschmeidige 35.000 Besucher unterschlagen. (Ja, Micha, Besucher, nicht Seitenaufrufe, das waren natürlich mehr. 😉 ) Also hab ich das Ding mal rausgeschmissen.

Weil ich aber ein kleiner Statistik-Freak bin und mich ja über jeden netten Besucher hier freue, werd ich mal schauen, was ich da jetzt neues einbaue. (Bis dahin wisst Ihr eben nicht, ob Ihr grad allein hier seid, oder ob Ihr beobachtet werdet. 😆 )

Kassenrevierverhalten.

Heute Mittag im Supermarkt. Eine Situation, wie sie schon oft mal gesehen wurde. Aber nie so formvollendet wie heute.

An der Kasse, vor mir eine ältere Dame, die gerade ihren Einkauf auf das Band gepackt hat und nun locker an ihrem Wagen lehnt.

Ich komme kurz vor einem älteren Herrn an, der einen Einkochtopf im Karton vor sich her trägt. Ich lege meine 6 Teile auf das Band und warte. Dem Herrn wird der Topf schwer und er stellt selbigen auf das Band. Blöderweise ist aber noch nicht genug Platz für das Ungetüm und er schiebt meine Sachen wortlos ein Stück weiter in Richtung Warensortiment der Dame. Ich drehe mich um und sage freundlich „Kein Problem, ich schiebe meine Sachen gern ein Stück vor.“ Leicht konsterniert kramt er geschäftig in seiner Hosentasche.

Ich drehe mich wieder nach vorn und bin erschrocken. Die Dame vor mir ist einen Schritt zurück gegangen und steht mir fast auf dem Fuß. Sie hangelt sich nach links, hängt halb mit ihren Ries.enhu.pen ihrem Oberkörper über meiner Margarine und versucht verzweifelt, einen dieser Warentrenner (oder wie auch immer man die Dinger nennt) zu angeln. Sie wirkt gehetzt und wird immer panischer, ob der Stetigkeit, mit der das Laufband weiter nach vorne zuckelt. Sie guckt mich hilfesuchend an und ich schiebe lächelnd meine Sachen ein Stück weg von ihren. Sie gibt sich – vorerst – zufrieden.

Mit dem Nachhintenschieben meiner Sachen bin ich natürlich dem riesigen Topf-Karton des älteren Herrn wieder näher gekommen. Kein Problem, so denke ich, da der Herr schon klar besitzergreifend die ganze Zeit seinen linken Arm auf dem Karton liegen hat. Aber nich mit Oppa. Dieser beginnt nun seinerseits panisch nach einem Warentrennerdingsbums zu suchen. Und er hat Erfolg, das gerade von vorn angeschubste Objekt der Begierde rauscht – zu schnell für die Dame vor mir – direkt zu ihm. Ein leicht weinerlicher Blick von der Dame hindert ihn nicht, den Trenner demonstrativ vor seinen Riesenkarton zu legen, damit auch jeder sieht, dass da SEINS anfängt. Alles, nicht ohne den Arm vom Karton zu nehmen.

Nun hat der Kunde vor der Dame bezahlt und sie sieht ihre Chance gekommen. Sie nimmt dem verdutzten Kassierer den Trenner aus der Hand und weil sie so weit vorne steht und so viel eingekauft hat, WIRFT sie das Ding irgendwie an das Ende ihres Einkaufs. Nicht ohne mich herausfordernd anzugucken, dass ich das bitte vollenden möge.

Ich bin ja ein netter Mensch und lege ihren und den Trenner des Herren schnurgerade auf das Band und quetsche schiebe meinen Einkauf auf dem mittlerweile recht schmalen Zwischenraum ordnungsgemäss zusammen. Und was sagt Oppa zu mir? „Man kann´s aber auch übertreiben…“  😮

Spätestens da stand ich kurz vor einem hysterischen Lachanfall.

Natürlich sind diese Trenner praktisch und natürlich passiert es mal, dass ein übereifriger Kassierer die Ware vom Nachfolgenden über den Scanner zieht, aber mal im Ernst, hat es irgendjemand schon mal erlebt, dass einer kommentarlos daneben stehen blieb, als sein kompletter Einkauf beim Vorgänger mitgebucht wurde???

Vielleicht sollte man „Warentrenner-to-go“ erfinden. Klappbar und im formschönen Lederbeutelchen für um den Hals. Dann ist man für alle Eventualitäten an der Kasse gerüstet.  Ich geh mal Patent anmelden.

Der Reha-Gedanke.

Ich habe von meinem Arzt Rehabilitations-Sport verordnet bekommen. Stärkung der Rückenmuskulatur und dabei auch gleich ein paar Kilos loswerden. Ich freu mich drauf, das wird sicherlich meinem Rücken gut tun. 🙂

So weit, so gut. Ich bin zur Krankenkasse, habe sofort die Genehmigung bekommen und eine Liste mit den ortsansässigen Einrichtungen, die Reha-Sport anbieten. Mir wurde schon gesagt, dass der Eine oder Andere eventuell einen extra Beitrag für die Zeit der Anwendungen nimmt.

Jau.

Dass ich aber bei 4 verschiedenen Einrichtungen (2 „normale“ große Fitness-Center, 1 Frauen-Fitness-Center und ein reines Reha-Zentrum) komplett verschiedene Auskünfte bekomme, hat mich grad schon sehr verwundert.

1. Anfrage: Entweder 50 € Bearbeitungsgebühr (weil die ja mit der Krankenkasse abrechnen müssen und ich mich nicht darum kümmern müsste) oder 10 €/Monat, dann dürfte ich aber auch das komplette Studio mit nutzen. Kurse beinhalten sowohl Boden- als auch Geräte-Übungen.

2. Anfrage: Keine weiteren Kosten. Kurse werden auch flexibel und nach Indikation gestaltet.

3. Anfrage: Entweder man macht Gymnastik-Kurse, dann kostets 90 € für die ganze Zeit oder man macht Geräte-Stunden, dann kostets 180 €. Beides ginge nicht.

4. Anfrage: 10 € im Monat, dafür dürfte man auch die Sauna mitbenutzen und man wäre auch versichert. (Äh… ja.)

Kurzum, es dürfte klar sein, welche Einrichtung ich mir die nächsten Tage mal genauer anschauen werde. Das einzige was außer der noch interessant wäre, ist das erste, weil man dann für die 10 € extra wenigstens alles nutzen darf. Nun gut. Ich werde berichten, was es dann geworden ist. 🙂

Noch sowas…

… was ich nicht verstehe: Warum wird bei Boxkämpfen immer gepfiffen? Der Favorit und Publikumsliebling gewinnt durch k.o. – Pfiffe – er gewinnt nach Punkten – Pfiffe – er gewinnt, weil der andere aufgibt (so, wie heute) – Pfiffe – der Außenseiter gewinnt – Pfiffe – ich könnte alle Möglichkeiten durchspielen, aber man hört immer Pfiffe. Diese negativen Buh-Pfiffe.

Versteh isch nisch.

(Ist das sowas wie ein Ritual? Papa, weißt Du da was?)