Tagebuch. Mai 2015.

Auch heute wieder ein Tag aus meinem Leben, als Antwort auf Frau Brüllens Frage “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?”

Der Tag beginnt um 6.10 Uhr. Der Sohn hat ausgeschlafen und wir stehen zusammen auf. Nachdem mich am langen Wochenende ein fieser Magen-Darm-Virus heimgesucht hat, kämpfe ich noch ein bisschen mit den Nachwirkungen und bin vom Arzt für diese Woche zum Ausruhen und regenerieren verdonnert worden. Also lassen wir alles ein wenig ruhiger angehen. Gegen 8.15 Uhr bringe ich den Doozer zum Kindergarten, kaufe noch ein paar Kleinigkeiten ein und verfrachte mich dann wieder nach Hause aufs Sofa. Von dort aus telefoniere ich ein bisschen mit Speditionen und Entsorgungsfirmen, denn morgen Nachmittag bekommen wir unsere neue Sofalandschaft geliefert, die wir nach wochenlanger Suche endlich gefunden haben. Irgendwann zwischendurch schlafe ich nochmal ein, bevor ich dann um 13.45 Uhr wieder los fahre zum Kindergarten.

Den Nachmittag zu Hause verbringen wir ruhig und unspektakulär, das Wetter lädt leider nicht zum Terrassennachmittag ein, grad eben zog zum zweiten Mal ein dickes Gewitter durch.

Der Vollmond in dieser Woche ärgert vor allem den Doozer sehr beim schlafen und auch diese ätzende Schwüle heute hat ihn geschafft, weshalb er sich nach einem kleinen Abendbrot dann auch gegen 18.30 Uhr bettfertig macht und um 18.50 Uhr tief und fest schläft.

Um kurz nach 19.00 Uhr kommt dann auch der Mann nach Hause und baut unser altes Sofa auseinander, das wird morgen weg gebracht.

Wir essen dann noch zusammen in Umzugsatmosphäre Abendbrot und jetzt lieg ich auch schon im Bett, denn im Wohnzimmer ist es grad nicht soooo gemütlich.

Gute Nacht und bis zum nächsten 5..

Tagebuch. April 2015.

Nachdem ich den März ganz klassisch verpennt habe, heute wieder mal ein Tagebuch am 5.-Beitrag mit der Antwort auf Frau Brüllens Frage, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

Erstmal: Frohe Ostern, Ihr da draußen!

Um kurz vor acht wachten wir heute morgen alle auf und gingen erstmal ins Wohnzimmer. Aufgrund von viel Regen in den letzten Tagen und Frost heute Nacht hatten wir den Osterhasen zum Verstecken ins Wohnzimmer gelassen.

Der Doozer hatte das schon fast wieder vergessen, aber als es ihm wieder einfiel, wer letzte Nacht hier war, ging er ganz aufgeregt auf die Suche. Irgendwann waren alle Ecken durchsucht und wir fuhren zu Oma & Opa, denn da soll er wohl auch vorbei gehoppelt sein. Wieder zurück zu Hause war der andere Opa auch schon da und mit Begeisterung stellte der Doozer fest, dass der Osterhase tatsächlich noch was im Garten versteckt hatte. ❤

Dann gab es so gegen 13.00 Uhr erstmal Mittagessen. Danach sind wir raus in den Garten und der Doozer hat Osterhasengeschenke (Maulwurfskrallen) eingeweiht und die Wasserbahn-Saison eingeläutet. Eigentlich wollten wir irgendwo hin fahren, aber im Garten war es so herrlich, also warum in die Ferne schweifen? ;) Am späteren Nachmittag haben wir dann alle noch eine gemütliche Runde auf dem Sofa verbracht und so gegen 18.00 Uhr verkündete das Kindelein “Ich möchte jetzt Abendbrot essen und dann ins Bett.” Aber natürlich mein Sohn. :)

Jetzt gerade sind Papa und Sohn schon beim Zähneputzen und gleich werden der Angetraute und ich den Ostersonntag entspannt vor dem TV ausklingen lassen.

Herrlich.

Zum ersten Mal in diesem Jahr hab ich heute bei strahlendem Sonnenschein den Garten “entwintert”. Die eigentlich gar nicht winterfesten Chrysanthemen treiben neu aus und da war es Zeit, ihnen mal ein bisschen Luft zu verschaffen. Dann noch das eine oder andere verwelkte Winteropfer entfernt, die Terrasse gefegt und das Beet ein bisschen geharkt.

Währenddessen hat der Doozer seinen Sandkasten wieder in Betrieb genommen, mir ein bisschen beim Fegen geholfen und ein paar von der drölfzigmillionen Maulwurfshügeln abgetragen.

Und für drinnen hab ich mir dann beim Einkaufen ein schönes Primelkörbchen für den Esstisch mitgenommen.

Der Frühling kommt. Langsam, aber ich schnupper ihn schon. Ich bin jedenfalls ab sofort im Frühlingsmodus.

Tagebuch. Februar 2015.

Und schon wieder ein Monat vergangen, ohne dass ich hier geschrieben habe, aber heute ist wieder Zeit für die Beantwortung der Frage von Frau Brüllen: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?”

Heute morgen bin ich, wie die ganze Woche schon, um 5.45 Uhr ohne Wecker aufgewacht. Der Doozer gleich mit und so sind wir schon mal zusammen nach unten gegangen, während der Gatte noch ein bisschen weiter schlafen durfte. Der ist diese Woche beim kranken Doozer, der sich einen fieberhaften Infekt eingefangen hat. Und in Anbetracht der gerade recht langen Liste der im Kindergarten aufgetretenen Krankheiten ist es da sinnvoll, den richtig auszukurieren, ehe er gleich das nächste anschleppt.

Nach Frühstück, Aufhübschen und Gatte wecken bin ich dann um kurz vor acht aus dem Haus, um ins Büro zu fahren. Um 14.15 Uhr hab ich Feierabend gemacht und bin direkt zu meinem Hausarzt gefahren, um ein Röntgenuntersuchungsergebnis zu besprechen und mir eine Überweisung abzuholen. Donnerstagnachmittags ist es da nicht so voll. Dachten sich die anderen 20 vor mir wohl auch und so war ich dann 2 Stunden später auch schon wieder auf dem Weg nach Hause. Haha.

Um 17 Uhr kam noch jemand, der uns unseren alten TV-Schrank abgekauft hat, danach hat der Gatte Lasagne gemacht, während ich noch ein bisschen was am Laptop gemacht habe. Jetzt liegen die Männer im Bett, ich werde gleich noch meine aufgezeichnete Daily Soap schauen und ihnen dann unauffällig folgen.

Das war’s auch schon am heutigen Fünften. Bis demnächst!

Tagebuch. Januar 2015.

Frau Brüllen fragt auch in diesem Jahr wieder, was man eigentlich den ganzen Tag so macht.

Heute war für den Doozer und mich der erste “normale” Büro- und Kindergarten-Tag nach unserem Weihnachtsurlaub. Er verkündete morgens im Bad schon, dass er sich “ganz doll” freue, wieder in den Kindergarten zu gehen. Sehr schön, da fängt der Tag gleich gut an. (So gut gelaunt ging er nicht weiter, dazu später mehr.)

Vom Kindergarten aus bin ich ins Büro gefahren, da stand auch alles noch so wie vor 2 Wochen und wir stürzten uns mit großem Elan ins alte Chaos. Als ich gegen 13.45 Uhr wieder Richtung Kindergarten fuhr, hab ich mir überlegt, mit dem Doozer noch in die Stadt zu fahren, weil ich noch nach ein paar Sachen schauen wollte. Also kurz nach Hause zum umziehen, da waren wir dann so gegen 14.30 Uhr und, Freude Freude, der Gatte war auch schon zu Hause. Also überlegten wir uns, alle zusammen zu fahren.

Joa.

Dann folgte ein zunächst entspannter Nachmittag, der Doozer durfte sich vom Ur-Oma-Weihnachtsgeld eine Kleinigkeit von Lego kaufen und wir bummelten einfach drauf los.

Irgendwann zwischen Optiker und Sportladen beschloss das Kindelein allerdings, dass es nun genug sei, mit dem gemütlichen Familienbummel und packte eine Trotz-Bock-wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele-Party vom allerfeinsten aus. Die mit dem kleinen Jungen, der heute in der Fußgängerzone zur größten Dramaqueen des noch so  frischen Jahres mutierte, das waren dann wir.

Wir begaben uns also auf möglichst direktem Weg nach Hause, ich fuhr noch mal los, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen und als ich um 17.15 Uhr wieder nach Hause kam, war der kleine Wutzwerg schon auf dem Weg ins Bett, wo er dann seit 17.35 Uhr schläft. Das in der Stadt war dann wohl mehr als offensichtlich eine Mischung aus müde, müde, Grenzen testen, ach ja, und müde. (Nach DER Party wäre ich auch müde…)

Den Abend verbrachte ich dann mit TV, Tablet und Tratsch und jetzt liege ich auch im Bett und schreibe diesen Beitrag fertig.

Gute Nacht und bis demnächst.

Bitte, einigt Euch.

Am Mittwoch wird bei der AWO in NRW wieder gestreikt. Das betrifft uns insofern, dass “unser” Kindergarten geschlossen ist. Betreuungstechnisch haben wir sehr viel Glück, weil wir die Großeltern in der Nähe haben und wir beide aber auch kurzfristig Urlaub nehmen könnten, wenn die Großeltern keine Zeit hätten. Somit ist für uns eigentlich das größte Ärgernis, dass auch das vom Kindergarten angebotene Turnen am Nachmittag ausfällt, denn das liebt der Doozer heiß und innig und das findet auch ohne Streik leider nur noch ein Mal im Monat statt.

Aber ich kenne auch genug Familien, in denen sich das nicht so einfach organisieren lässt. Und da ich durch eine AWO-Beschäftigte in der Familie auch “die andere Seite” ein bisschen kenne, kann ich wirklich nur hoffen, dass sich die Verhandlungspartner am Donnerstag einig werden können. Und zwar so, dass alle Beteiligten damit zufrieden sind. Keine halbgaren Kompromisse, keine Versprechen, die nicht eingehalten werden.

Bitte.

Vom Trocknen.

“Isser noch nicht trocken? Is doch bald 4, oder?”

Es waren zum Glück nicht viele, aber die wenigen, die das so gefragt haben, gingen mir schon auf die Nerven. Wir wurden generell eher wenig mit den diversen “kann er schon, macht er schon, also bei uns hat immer das und das geholfen”-Ausführungen behelligt. Darüber bin ich auch sehr froh. Aber dieses Windelding ist wohl ein Thema, welches die Gemüter wirklich tiefer beschäftigt.

Wir sind der Meinung, dass es am besten ist, wenn der Doozer das Tempo selbst bestimmt. Das war bisher bei vielen “Meilensteinen” so und deswegen haben wir uns auch beim Windelthema überhaupt nicht verrückt gemacht. Auch der Kindergarten ist da sehr entspannt, aus deren Erfahrung war es sogar oft so, dass Kinder, denen auf Biegen und Brechen die Windelfreiheit “anerzogen” wurde, kurz vor der Einschulung noch mal einen Rückschritt gemacht haben.

Wir haben schon seit über einem Jahr den doppelten Toilettendeckel, bei dem auch Kinder ihre eigene kleine Brille haben. Er war dann mal neugierig, kletterte – mit Windel – drauf, machte was, ging wieder runter und so weiter. Manchmal fragten wir ihn ganz nebenbei, ob er auch auf Toilette gehen möchte, mal wollte er, mal wieder nicht.

Kurz, bevor wir in diesem Jahr in den Sommerurlaub gingen, äußerte er nachmittags immer öfter, dass er ohne Windel laufen möchte und auch im Kindergarten schloß er sich an, wenn es nach dem Mittagessen hieß, dass die Kinder, die Mittagsschlaf halten, noch mal zur Toilette gehen. Im Urlaub ließen wir ihn bis auf die Hinfahrt ohne Windel und auf einmal klappte alles von allein, 3 Tage “üben”, Thema erledigt.

Was mir mit dem Post eigentlich auf dem Herzen liegt: Mamas, macht Euch nicht verrückt! Lasst Euch und Eure Kinder nicht unter Druck setzen und tut das auch selbst nicht. Das Windelding ist ganz besonders ein Thema, bei dem man gut daran tut, dem Kind mehr Entscheidung zu überlassen und vor allem auch zuzutrauen.

Haardesaster.

Heute äußerte ich bei Twitter, dass ich hier gern mal wieder bloggen würde. Und gern mal ein neues Theme hätte. Und überhaupt.

Ersteres erledige ich gerade, Letzteres kommt demnächst, da brauche ich ja bekanntlich sowieso immer etwas länger.

Aber um mal zum Titel dieses Beitrags zu kommen: Puuuuh. Also im Sinne von Erleichterung jetzt.

Seit einigen Jahren dürfen meine Haare dann und wann auch farblich mal ein bisschen aufgefrischt werden. Das waren in den meisten Fällen feine, blondierte Strähnchen, auch mal ein paar dunkelbraune, im Grunde wurde immer Vorhandenes ein bisschen verstärkt. Den dunklen Pony von vor ca. 10 Jahren bei blonder, schulterlanger Mähne lassen wir jetzt mal außen vor.

Seit einiger Zeit sind die Haare kurz und da sieht man ja derzeit auch durchaus mal Frisuren, bei denen man sich fragt, ob einem das steht. Nun gut. Es wurden wieder die blonden Strähnen hier und da, aber irgendwie fand ich es doof, dass die kurzen Haare am Hinterkopf immer dunkelblond blieben. Die geneigten Strähnchen- trägerinnen werden es wissen, wenn man kurze Haare im Nacken  strähnt, sieht man schnell aus wie ein Streifenhörnchen. Ich hatte schicke Kurzhaarfrisuren in grau-blond im Kopf und meine Friseurin und ich wollten uns farbtechnisch da langsam rantasten. Bei letzten Mal färben waren sie eher hell-goldblond, da durfte es dieses Mal ruhig mal ein stylisches “Eisblond” sein. Jo. Aber nicht mit uns, dachten sich meine Fusseln auf dem Kopf da wohl.

War es die letzten Male eher so, dass meine Haare sich ein bisschen schwer taten mit der korrekten Farbannahme, wollten Sie es dieses Mal aber richtig, also so RICHTIG richtig wissen. Hellblond, eher weiß, so gemischt, auch gelb, das war das Resultat. Krasse Sache. Aber ich war ganz mutig, ließ noch ein paar Strähnchen mehr “weißen” und fand es trotzdem gewöhnungsbedürftig. Der Gatte auch. (Sowohl der als auch mein Vater zogen sofort Parallelen zum bekannten hellhaarigen Volksmusikbarden, soviel zur Veranschaulichung der Farbgebung.) Kurze Überlegung. Wir strähnen dunkel nach. So kurz nach ner Blondierung natürlich ne heikle Sache, aber um einem eventuellen Grünstich vorzubeugen, wurde rot mit in die Farbe gemischt, so dass sie nach ein paar Mal waschen allenfalls lila, aber nicht grün werden konnten. Klappte super, ich war hellblond mit feinen, braunen Strähnen. Der Gatte wieder zufrieden, ich auch, alles gut.

Aber man möge sich erinnern – da war ja noch das Eigenleben meiner Haare. Die überlegten sich nämlich über Nacht (wohlgemerkt ohne, dass sie noch mal gewaschen wurden), alles an schön da gewesener Farbe komplett aufzusaugen und übrig blieb ein geschmeidiges Gelb mit feinen (!), lilafarbenen Strähnen. Den Vormittag trug ich die Frisur noch mit Fassung ins Büro (zum Glück war Brückentag und kaum jemand da), nachmittags lief ich nur noch mit Baseballcap rum.

Also: Termin bei meinem früheren Friseur, im Salon gibt es ja doch mehr Möglichkeiten zur Rettung.  Man begutachtete das Desaster, beriet sich ne Viertelstunde und eine Stunde später war ich wieder ich. Dunkelblond.

Uff, das brauch ich echt nicht noch mal und ich bin sehr froh, dass das so gut geklappt hat. Und meine Haare haben das alles auch recht gut überstanden und werden jetzt auf jeden Fall geschont. Das war mir eine Lehre, aber sowas von. (Und nein, es gibt keine vorher/nachher Fotos, auf denen sah das Vorher nämlich gar nicht so schlimm aus, wurden also gleich wieder gelöscht.)

:cool: